Der Abfluss im Spülbecken reinigt sich selbst – gib einfach nachts zwei Küchenzutaten hinein

Wenn der Abfluss verstopft ist: Ursachen, Lösungen und Vorbeugung
Wenn der Abfluss verstopft ist: Ursachen, Lösungen und Vorbeugung

Verstopfte Abflüsse sind in Küche und Bad schnell lästig. Das Wasser läuft nur noch langsam ab und aus einem kleinen Ärgernis kann im schlimmsten Fall ein Schaden an Haus oder Wohnung werden. Praktisch jeder kennt das Problem irgendwann im Alltag. Was kann man also tun, wenn plötzlich der Abfluss streikt, und wie lässt sich das verhindern?

Typische Hausmittel

Ein oft genanntes Hausmittel bei verstopften Abflüssen ist die Kombination aus Soda (Natron) und Essig. Vorgehen: Zuerst Soda in den Abfluss streuen, dann Essig nachgießen. Die Mischung schäumt und sieht spektakulär aus, daher nutzen viele sie als schnelle Lösung. Chemisch entsteht dabei Kohlendioxid (CO2)-Bläschen, die leichte Ablagerungen zum Teil auflösen können. Trotzdem reicht die Wirkung häufig nicht aus, besonders bei hartnäckigen oder tief sitzenden Verstopfungen.

Risiken bei häufiger Anwendung

Wer Soda und Essig regelmäßig anwendet, riskiert Korrosion an Metallrohren. Auch Gummidichtungen können durch die eher aggressive Mischung Schaden nehmen, was an Verbindungsstellen zu Undichtigkeiten führt. Langfristig können dadurch teurere Reparaturen nötig werden als bei einer einmaligen Beseitigung der Verstopfung. Zu den Risiken zählen also:

  • Rohrkorrosion
  • Beschädigung von Gummi
  • das ungelöste Problem tief sitzender Verstopfungen

Was Profis empfehlen

Installateure raten oft zu mechanischen Hilfsmitteln wie einer Saugglocke (Plunger) oder einer Rohrreinigungsspirale. Alternativ können moderne enzymatische Reinigungsmittel organische Rückstände sicher abbauen. Diese Methoden gelten als schonender und effizienter, weil sie das Leitungssystem weniger angreifen und schneller wirken. Die Kombination aus Soda und Essig wird von Fachleuten in der Regel abgelehnt; stattdessen setzen sie auf sicherere und wirkungsvollere Lösungen.

So beugst du Verstopfungen vor

Es gibt mehrere einfache Maßnahmen, um Abflussverstopfungen vorzubeugen. Ein Abflusssieb fängt Essensreste und Haare ab, bevor sie in die Leitung gelangen. Regelmäßiges Durchspülen der Abflüsse mit heißem Wasser — einmal wöchentlich angewandt — kann ebenfalls helfen, Ablagerungen zu verhindern. Fett oder Öl in den Ausguss zu gießen sollte man unbedingt vermeiden, da das oft zu hartnäckigen Blockaden führt. Auf aggressive chemische Abflussreiniger sollte man ebenfalls verzichten, weil sie die Rohre schädigen können.

Wann du den Klempner rufen solltest

Wenn das Wasser überhaupt nicht mehr abläuft oder dieselbe Verstopfung immer wiederkehrt, ist es ratsam, einen Fachmann zu holen. Professionelle Hilfe verhindert größere Hausschäden und sorgt für eine dauerhafte Beseitigung der Verstopfung. Bei hartnäckigen Problemen bietet ein erfahrener Installateur meist nachhaltige Lösungen.

Regelmäßig pflegen, damit es gar nicht erst dazu kommt

Um spätere Probleme zu vermeiden, ist regelmäßige Pflege der Abflüsse wichtig. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Tipp: Fett aus Pfannen vor dem Abwaschen mit einem Tuch abwischen. Solche kleinen Gewohnheiten können besonders in Haushalten, in denen viel gekocht und gewaschen wird, viel bewirken.

Soda und Essig können wie eine einfache Lösung wirken, bergen aber Risiken — von begrenzter Wirksamkeit bis zu möglichen Schäden an den Leitungen. Mechanische Werkzeuge oder moderne enzymatische Produkte sind deshalb oft die bessere Wahl. Vorbeugung mit Abflusssieben, heißem Wasser und Fettvermeidung bleibt der effektivste Weg, damit Verstopfungen erst gar nicht entstehen.